Kultur 4 Min. Lesezeit Von Leonie Vogt
Blizzard deutet kurze Ausflüge in bekannte Gebiete für World of Warcraft Forever an
Blizzard-Entwickler Kris Zierhut hat im Interview erklärt, dass World of Warcraft Forever künftig gelegentlich kurze Abstecher in bekannte Regionen aus den Erweiterungen machen könnte, ohne die klassischen Kontinente zu verlassen.
World of Warcraft Forever erscheint am 4. November in voller Version. Das Spiel bleibt zwar an die beiden Kontinente der Vanilla-Zeit gebunden, Eastern Kingdoms und Kalimdor. Künftige Updates könnten jedoch einige Orte aufgreifen, die Spieler bereits aus den späteren Erweiterungen kennen. Das deutet Blizzard-Hauptspieldesigner Kris Zierhut an, mit dem der Fachbericht über die Zukunft von WoW Forever gesprochen hat.
Auf die Frage, ob es Anknüpfungspunkte gebe, um neue Inhalte zu schaffen, ohne ins All zu fliegen, antwortete Zierhut mit einer Bestätigung. Das Dunkle Portal, Nordend und Pandaria existierten, und man könne kleine Ausflüge in diese Gebiete unternehmen. Denkbar sei etwa ein Dungeon oder eine Quest, die den Spieler für ein oder zwei Aufträge dorthin führe und danach wieder zurückbringe. Anders als bei den mehrjährigen Epen früherer Erweiterungen, etwa dem Weg nach Nordend, um Arthas aufzuhalten, wären solche Reisen also kurze Abstecher in andere Teile der Welt Azeroth.
Zierhut betonte dabei, dass die Heimat der Spieler stets Eastern Kingdoms und Kalimdor bleibe. Außerhalb dieser Kontinente gebe es keine Hauptstädte, keine Auktionshäuser und keine Gastwirte. Neue Hauptstädte seien in diesem Konzept nicht vorgesehen. Man kehre immer nach Hause zurück.
Im weiteren Gespräch stellte Zierhut klar, dass die besuchten Versionen dieser Gebiete nicht mit jenen aus den Erweiterungen identisch wären. Am Beispiel Nordend erklärte er, man würde nicht die Version aus Wrath of the Lich King besuchen. Denkbar wäre aber eine extrem feindselige Variante auf Stufe 60, da sich Arthas in einer Phase befinde, in der er Kel’Thuzad in die Östlichen Pestländer schicke. Auf dem Zeitstrahl, in dem sich das Spiel bewege, gebe es viele Möglichkeiten.
Auf den ersten Blick scheinen Schauplätze aus den Erweiterungen dem Leitgedanken von Forever zu widersprechen. Den Entwicklern geht es jedoch vor allem darum, den Geist des klassischen WoW zu bewahren, nicht starr die Inhalte nachzubauen, die Spieler 2004 oder 2019 erlebten. Blizzard hatte sich früh gegen Funktionen wie Gruppenmarkierungen ausgesprochen, weil Spieler gemeinsam Inhalte bestreiten sollten. Später fügte das Studio dennoch die Quest „Kyle's Gone Missing“ hinzu, obwohl sie ursprünglich mit The Burning Crusade erschien, weil sie zum Geist des Originalspiels passte.
Forever erweitert die Welt außerdem um vollständig neue Bereiche. Dazu gehören Karten wie der Berg Hyjal, die ursprünglich Teil des ersten World of Warcraft sein sollten, es aber nicht in die finale Fassung schafften. Anders als andere Classic-Versionen ist Blizzard nicht gezwungen, sich strikt an das zu halten, was World of Warcraft in der Vergangenheit getan hat. Wie sich die künftigen Inhalte entwickeln, bleibt daher spannend.
Einen Punkt nannte Zierhut dabei ausdrücklich: Zwischen den Patches werden die Spieler voraussichtlich nicht so lange warten müssen wie bei einigen früheren WoW-Erweiterungen. Die Aussicht auf schnellere Updates dürfte für viele Spieler ein wichtiges Signal sein.
Der Start von Forever steht kurz bevor, und Blizzard kündigt weiterhin Änderungen an. Kurz vor dem Launch hat das Studio eine letzte Runde an Anpassungen der Rassenfähigkeiten angekündigt sowie eine zusätzliche PvP-Serveroption. Zudem sollen Verbesserungen am umstrittenen Layering-System folgen. Parallel dazu erschien ein animierter Musikclip mit dem Titel „Warpath“, der in Zusammenarbeit mit dem Studio Brunch entstand und den Krieg zwischen Horde und Allianz zeigt. Die Charaktererstellung und Namensreservierungen starten am 27. Oktober, zunächst für Käufer der neuen optionalen Spielerrasse Skyborne-Elfen.
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